Zwischen Fotografie und Malerei vereint „Intuitions croisées“ die Welten von FotOZé und Clau Redier-Clément unter einem gemeinsamen Leitgedanken: einen Dialog zwischen dem Realen und dem Intuitiven, zwischen Erinnerung und Emotion, zwischen dem Sichtbaren und dem Angedeuteten herzustellen.
Als Fotograf, der die Verbindungen zwischen Identität, Raum und Erinnerung erforscht, entwickelt José Gaggio – oder FotOZé, wie sein Künstlername lautet – eine einzigartige Arbeitsweise, die er als „Gaggiographies“ bezeichnet. Ausgehend von vor Ort aufgenommenen Fotos integriert er Kunstwerke digital in Landschaften oder Elemente des Kulturerbes. Durch sorgfältiges Ausschneiden fügt sich das Werk mit fast organischer Präzision in die Realität ein und lässt die Grenzen zwischen Kunst und Alltag verschwimmen. Diese zugleich poetischen und überraschenden Bilder laden dazu ein, unsere Umgebung mit neuen Augen zu betrachten und eine visuelle Erfahrung zu machen, in der Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.
In Anlehnung daran erforscht die Malerei von Clau Redier-Clément, einer aus dem Pays de Gex stammenden Künstlerin, Licht, Bewegung und Emotion durch einen poetischen Expressionismus, der der lyrischen Abstraktion nahekommt. Ihre Arbeit lässt sich von Erinnerungen, der Natur und der menschlichen Seele inspirieren. Der Mensch wird darin oft angedeutet, verborgen in den Spuren und malerischen Gesten. Beeinflusst von der asiatischen Kunst malt sie intuitive Landschaften, in denen das Licht die Realität fragmentiert und Räume der Freiheit und Kontemplation eröffnet.
„Intuitions croisées“ bietet eine sinnliche Reise, auf der die Werke miteinander in Dialog treten, sich überlagern und ergänzen. Eine Ausstellung, die den Betrachter dazu einlädt, inne zu halten, zu fühlen und sich von der Intuition leiten zu lassen.
Vernissage der Ausstellung in Anwesenheit der Künstler: Freitag, 26. Juni 2026, um 19 Uhr. Malvorführung mit Alkoholtinten auf Plexiglas von Clau Redier-Clément: Samstag, 25. Juli, von 15 bis 17 Uhr.